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Hitsuzendo bedeutet: Weg (DO) der Zen-Übung mit dem Pinsel (HITSU). Dokko-An Kokugyo Kuwahara unterrichtet nun schon
seit 30 Jahren Zen-Meditation und Hitsuzendo in Japan und Deutschland. In seinem eigenen Dojo in München und auch in Regensburg,
und auf vielen Kursen und Sesshins in verschiedenen Seminarhäusern.
Gelernt hat Kuwahara Sensei diese besondere Zen-Kunst von seinem Lehrer Omori Sogen Roshi (1904-1994) im
Rinzai-Zen Tempel von Yamanashi. Dort gehörte neben Zen-Meditation, T'ai-Chi-Ch'uan auch das Hitsuzendo zur täglichen Übungspraxis der Mönche.
1980 bekam Herr Kuwahara Sensei die Lehrbefugnis für Zen-Meditation und Hitsuzendo ( Pinsel-Zen-Weg )
von Zenmeister Sogen Omori Roshi.
Wie wird Hitsuzendo geübt? Dem Hitsuzendo gehen in der Regel einige Runden Zazen voraus, damit dem Übenden ein absichtsloses Schreiben gelingt, und er anschließend in der Kalligraphie seine Energie, seine Zen-Kraft sehen kann.
Auf dem Boden befinden sich sorgfältig vorbereitet auf einer Plane Zeitungspapier, ein Reibstein mit schwarzer Tusche und
ein großer Japanischer Pinsel.
Kuwahara Sensei verneigt sich vor dem Papier, setzt sich in Seiza, dem Versensitz auf den Boden, während er den Schülern erklärt
„Bitte genau hinschauen: Nehme Pinsel mit rechter Hand, so, Daumenfinger ganz unten …“ ein Moment der Konzentration,
dann nimmt er Tusche aus dem Reibstein auf „… nicht zu viel und nicht zu wenig …“Danach atmet er tief ein, hebt dabei den
Pinsel und schreibt in einem Atemzug eine Figur oder ein Japanisches Schriftzeichen auf das Zeitungspapier
„… aufstehen, genau hinschauen, verneigen. Ganz einfach, Pinsel tanzt, Tusche singt. Ganz ohne Kraft!